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Plattenvertrag erklärt: 360-Deals vs. traditionelle Verträge

Von Plugg Supply Team
Plattenvertrag erklärt: 360-Deals vs. traditionelle Verträge

Plattenvertrag erklärt: 360-Deals vs. traditionelle Verträge

Plattenverträge prägen Karrieren und finanzielle Zukunft. Wer die Vertragsstrukturen versteht, kann sich vor ungünstigen Bedingungen schützen und bessere Vereinbarungen aushandeln. Dieser Leitfaden erklärt traditionelle Aufnahmeverträge, 360-Deals und moderne Alternativen.

Arten von Plattenverträgen

Traditioneller Aufnahmevertrag

Was er abdeckt:

  • Aufnahme und Verbreitung der Musik
  • Marketing und Promotion
  • Herstellung (physische Produkte)

Was die Plattenfirma erhält:

  • Eigentumsrechte an den Masteraufnahmen
  • Anteil an den Aufnahme-Royalties (typischerweise 85–90 %)
  • Option für mehrere Alben

Was der Künstler erhält:

  • Vorschuss (rückzahlbar)
  • Aufnahmebudget
  • Marketingunterstützung
  • Vertriebsnetzwerk
  • 10–15 % Royalty auf Aufnahmen

Beispielvertrag:

  • 250.000 $ Vorschuss
  • 150.000 $ Aufnahmebudget
  • 12 % Royalty-Rate
  • Option für 5 Alben
  • Plattenfirma besitzt die Masters

360-Deal

Was er abdeckt:

  • Aufnahme (wie traditioneller Vertrag)
  • Zusätzlich weitere Einnahmequellen:
    • Tourneen
    • Merchandise
    • Endorsements
    • Verlagswesen
    • Fanclubs
    • Sponsoring

Was die Plattenfirma erhält:

  • Anteil an allen Künstler-Einkünften (typischerweise 10–30 %)
  • Eigentumsrechte an den Masters
  • Umfassendere Kontrolle über die Karriere

Was der Künstler erhält:

  • Höhere Vorschüsse
  • Umfassendere Unterstützung
  • Investitionen der Plattenfirma in die gesamte Karriere
  • Zugang zu breiteren Ressourcen

Beispielvertrag:

  • 500.000 $ Vorschuss
  • 200.000 $ Aufnahmebudget
  • 14 % Aufnahme-Royalty
  • 20 % der Tournee-Einnahmen
  • 25 % der Merchandise-Einnahmen
  • 15 % der Endorsement-Einnahmen

Vertriebsdeal

Was er abdeckt:

  • Nur Vertrieb
  • Kein Vorschuss
  • Keine Marketingverpflichtung

Was der Distributor erhält:

  • Vertriebsgebühr (15–30 % der Einnahmen)
  • Keine Eigentumsrechte an den Masters

Was der Künstler erhält:

  • Behält die Masters
  • Höherer Anteil an den Einnahmen (70–85 %)
  • Kontrolle über Marketing
  • Flexibilität

Beispielvertrag:

  • Kein Vorschuss
  • 80 % der Einnahmen für den Künstler
  • 20 % Vertriebsgebühr
  • Künstler behält die Masters
  • Marketing ist Sache des Künstlers

Joint Venture (Gemeinschaftsunternehmen)

Was es abdeckt:

  • Partnerschaft zwischen Künstler und Plattenfirma
  • Geteilte Kosten und Gewinne

Struktur:

  • 50/50 Gewinnaufteilung (nach Kosten)
  • Künstler steuert Masters bei
  • Plattenfirma steuert Vertrieb/Marketing bei
  • Beide teilen sich Risiko und Belohnung

Beispielvertrag:

  • 50/50 Gewinnaufteilung
  • Geteilte Marketingkosten
  • Künstler behält teilweise Master-Rechte
  • Begrenzte Laufzeit

Lizenzdeal

Was er abdeckt:

  • Plattenfirma lizenziert Aufnahmen für bestimmte Laufzeit/Region
  • Künstler behält Eigentumsrechte

Was die Plattenfirma erhält:

  • Vertriebsrechte für Laufzeit/Region
  • Anteil an den Einnahmen

Was der Künstler erhält:

  • Behält Eigentumsrechte an den Masters
  • Rechte fallen nach Laufzeit zurück
  • Höhere Royalty (typischerweise 50/50 netto)

Wichtige Vertragsbegriffe verstehen

Vorschüsse

Was sie sind: Vorauszahlungen, die aus zukünftigen Royalties zurückgeholt werden. Sie müssen erst durch Einnahmen "verdient" werden, bevor der Künstler weitere Zahlungen erhält.

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